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Zielkaskaden als Rückgrat
Mit Leadership Intelligence
In der Realität gibt es in den Unternehmen viele und auch divergierende Ziele. Eine der wesentlichen Herausforderungen ist es, eine Struktur zu finden, die in der Praxis durchführbare Gruppierungen und Zusammenfassungen erlauben, unter Berücksichtigung der Wirkzusammenhänge. Eine Auswertung der Unternehmensberatung COMMUNiC von vielen tausend Zielen in Unternehmen hat ergeben, dass alle strategischen Ziele in fünf Grundsatz-Kategorien eingeteilt werden können:

I. Kompetenz:
Fertigkeiten und Fähigkeiten, etc.
II. Effizienz:
Prozessleistungs- und ressourcentransparenz, etc.
III. Wachstum:
Erschließung von Märkten, etc.
IV. Image:
Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit, Qualität, etc.
V. Unabhängigkeit:
Sicherheit, Prozessrisiken, etc.

Dazu kommen noch übergreifende Projektziele. Die Klassifizierung der Ziele in diese Kategorien und der Aufbau von Zielkaskaden mit einer nachfolgenden Verzweigung auf die Bereiche und Unternehmensebenen gestattet es, eine vollständige generische Struktur für die strategischen Ziele zu entwickeln. Diese generische Struktur bildet den Rahmen für die konkrete Zielstruktur im Unternehmen, ähnlich wie ein Kontenrahmen die generische Struktur für den Kontenplan eines Unternehmens darstellt.

Auf diese Art gibt es ein Gerüst, ein Einordnungsschema für alle Zielideen in allen Ebenen eines Unternehmens, auf dessen Grundlage das konkrete Zielsystem des Unternehmens aufgebaut wird. Nur eine solche klare Struktur ermöglicht es, den komplexen Zusammenhang von Ursache und Wirkung der Ziele, Strategien und Maßnahmen hierarchie- und bereichsübergreifend herzustellen.

In der Praxis werden als nächster Schritt die Zielkaskaden vom generischen Grundgerüst aus entwickelt, unternehmensindividuell angepasst und mit unternehmensrelevanten Zuständen und Strategien gefüllt. Der inhaltlich klar abgegrenzte Zielfokus der Kaskaden I bis V vereinfacht und beschleunigt die Planung, Kommunikation und vor allem auch das Controlling der Strategie.

Top-down-Planung und bottom-up-Commitment

In einem Top-Down-Planungsprozess werden Ziele, Strategien und Maßnahmen in den Zielkaskaden verankert. Dabei werden die Zielwerte und der angestrebte Zielerreichungsgrad zu den bestimmten Terminen festgelegt, außerdem die zugehörigen Strategien dokumentiert sowie Maßnahmen festgelegt und terminiert.

Die Zielvereinbarung im Bottom-Up-Prozess sichert das Commitment der Mitarbeiter und bestätigt die Machbarkeit der Strategie. Im konkreten Führungssystem im Unternehmen sind für jede einbezogene Person Ziele, Strategien und Maßnahmen entlang der Grundstruktur der Zielkaskaden hinterlegt.

Das Beispiel in Abbildung 6 zeigt auf, dass das Markenimage gesteigert wird, wenn die Kundenzufriedenheit pro Kundengruppe verbessert wird. Dazu ist es unter anderem erforderlich, die Kundenorientierung zu verbessern. Eine Kundenzufriedenheitsanalyse gibt den Funktionsbereichen Impulse, die Qualität ihrer Leistungen zu optimieren.

Das zielbasierte Führungssystem unterstützt also mit einer klaren Systematik, Unternehmensziele mit Strategien und Maßnahmen Top-Down zu planen und Bottom-Up zu vereinbaren. Über das Gegenstromverfahren können die Machbarkeit und Plausibilität der Strategien und Maßnahmen frühzeitig erkannt werden.

Der Rückgriff auf die generische Struktur der Zielkaskaden und die Nutzung von darauf aufbauenden Content-Modellen reduziert den Aufwand und die Zeitdauer für Zielplanungs- und Zielvereinbarungsprozesse von mehreren Monaten auf wenige Tage bis Wochen. Dies ist vergleichbar mit dem einmaligen Aufwand, eine Kostenstellen- und Kostenträgerstruktur aufzubauen. Steht die Struktur, kann ein neuer Plan auf dieser Basis verhältnismäßig einfach weiterentwickelt werden. COMMUNiC GmbH

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